wurde im Großraum Riesa erstmalig Eisen und Stahl produziert.
erhielten die Brüder Heinrich und Alexander Schönberg die Genehmigung zur Errichtung eines Eisenhüttenwerkes in Riesa. Nach englischem Vorbild wurden Erz und Kohle in Puddelöfen, mithilfe von Dampfhämmern zu Roheisen verhüttet. Der Bau eines Walzwerkes sicherte die Weiterverarbeitung des Stahls.
kaufte Graf von Einsiedel das Stahlwerk.
nahm die Bedeutung des Eisenbahnverkehrs sowie die des Maschinenbaus zu, wodurch die Einsatzgebiete erweitert wurden. Achsen und Verbindungsplatten waren wichtige Erzeugnisse aus dem Riesaer Hüttenwerk. Im zusätzlich eingerichteten Rohrwerk begann die Fertigung patentgeschweißter Rohre. Aufgrund seiner Standortvorteile am Schifffahrtsweg der Elbe und an der Eisenbahnstrecke Dresden – Leipzig, erreichte Riesa eine Spitzenposition in der Schwerindustrie.
wurden kontinuierlich verschiedenste Stahl-Erzeugnisse produziert. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs waren es vor allem Rüstungskomponenten.
wird das Stahlwerk vollständig demontiert, um die Kriegsschulden gegenüber der Sowjetunion zu tilgen.
im Februar fließt im Riesaer „Eisenkonstruktions- und Formstahlwerk“ der erste Stahl nach Kriegsende.
wird der Riesaer Stahlbetrieb in die Planwirtschaft der DDR eingebunden. Das Stahlwerk gewährleistet mit dem eigenen Ambulatorium, Kulturhaus, Sportstätten und Ferienheimen die soziale und kulturelle Betreuung seiner Beschäftigten und avanciert zum Vorzeigebetrieb.
Gründungsjahr von Feralpi Siderurgica in Lonato, Italien.
Mit der deutschen Wiedervereinigung wird die Aktiengesellschaft „Stahl- und Walzwerk Riesa AG“ mit dem Ziel gegründet, die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten. Aufgrund der technisch veralteten Ausrüstung sowie des Zusammenbruchs traditioneller Absatzmärkte im Ostblock, erweist sich das Vorhaben als aussichtslos.
erwirbt der italienische Stahl-Produzent Feralpi Siderurgica 230.000 m² Grundstücksfläche, um hier ein modernes Stahlwerk zu errichten. Zur Vorbereitung des Geländes wird das alte Werk fast vollständig demontiert.
wird die Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH (ESF) auf historischem Boden gegründet. Riesa feiert seinen Eintritt in das neue Zeitalter der Stahl-Produktion. Es umfasst den 75 t-Elektrolichtbogenofen, die Pfannenofenanlage L.F., die moderne Stranggießanlage mit 4 Linien sowie das Konti-Stabstahl- und Drahtwalzwerk für Bewehrungsstähle. Insgesamt entsteht eine der modernsten Anlagen in Europa, die mit verschiedenen Instrumenten die aktuellen Umweltschutz-Anforderungen innerhalb und außerhalb des Stahlwerks erfüllt.
Gründung von Elbe-Schrott-Recycling und Bau der neuen Shredderanlage. Dies ermöglicht eine effiziente und kostengünstige Schrottversorgung.
werden ca. 600.000 t Stahl und etwa 480.000 t Walzstahl produziert. Diese Leistung ermöglichen die Beschäftigung von 370 Mitarbeiter.
beginnen die Drahtwerke mit der Produktion von Listen- und Lagermatten. Die Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH ersetzt Elektroenergie teilweise durch ein Sauerstoff-Erdgas-Gemisch. Dafür wird eine Luftzerlege-Anlage der Firma „Air Liquide“ auf dem Werksgelände errichtet. Sie ersetzt den riskanten Transport von Flüssigsauerstoff in Tankwagen.
Verschmelzung der Elbe-Schrott-Recycling GmbH mit der Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH.
wird in Italien die Feralpi Holding S.p.A. gegründet. Sie übernimmt die Leitung und Verwaltung der Feralpi-Firmen im In- und Ausland.
wird das 40-jährige Jubiläum der Feralpi Group zelebriert. In Riesa wird mit rund 600 Mitarbeitern der Meilenstein von einer Million Tonnen Stahl pro Jahr erreicht.
wird die Technologie zur Luftreinhaltung als beste verfügbare Technik beim Bundesumweltministerium angemeldet und es erfolgt die Erstzertifizierung nach ISO 14001 (Umweltmanagement).
erreichen die Dioxin-Messungen ihr niedrigstes Niveau in der Firmengeschichte.
erfolgt die Veröffentlichung der ersten eigenständigen, zertifizierten Nachhaltigkeitsbilanz für den Firmenstandort Riesa sowie die zwei ausländischen Drahtverarbeitungswerke in Kralupy/ Tschechien und Csepel/ Ungarn. Die Schrotthalle wird auf einer Länge von 150 m geschlossen um Staub- und Lärmemissionen zu reduzieren. Der Umschlag der Shredderleichtfraktion erfolgt in einem geschlossenen Containersystem, dadurch wird die Staubfreisetzung vermindert.
folgt die Erteilung der Änderungsgenehmigung nach § 16 BImSchG zur Energieerzeugung aus Abwärme der Stahlproduktion (Dampfproduktion (30 t/h), aus 20 t Dampf/h Stromerzeugung in einer ORC-Turbine (2,57 MW) i. V. mit der Errichtung einer Dampftrasse zur Versorgung externer Abnehmer (ca. 10 t Dampf/h). Im selben Jahr werden leistungsfähigere Befeuchtungsfahrzeuge für Fahrstraßen und Umschlagplätze, sowie neue Kehrmaschinen in Betrieb genommen. Es findet die Validierung der ersten Umwelterklärung nach EG Verordnung Nr. 1221/2009 (EMAS III) und Registrierung im europäischen EMAS-Register aller Riesaer Unternehmen statt. Im selben Jahr feiert FERALPI STAHL sein 20-jähriges Jubiläum.
gibt es den Sächsischer Umweltpreis für die neue Dampf- und Energieerzeugungsanlage der ESF (Generierung von Energie aus Abwärme des E-Ofens). Öffentlichkeitsarbeit in Form von Informationskampagnen, Bürgergesprächen und Runden Tischen wird intensiviert.
erfolgt dann die Erstzertifizierung von FERALPI STAHL nach der Norm DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement), sowie die Erteilung der Änderungsgenehmigung nach § 16 BImSchG zur Kapazitätserweiterung Stahlwerk auf 1.400.000 t/a und Walzwerk auf 1.200.000 t/a i. V. mit weitreichenden umwelt- und verfahrenstechnischen Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere zur schall- und lufttechnischen Optimierung der Produktion von ESF.
werden Kommunikation und Transparenz dadurch verbessert, aktuelle Auszüge von originalen Emissionsmessberichten auf der Internetseite regelmäßig zu veröffentlichen.
erstmals wird das Familienfest „Bella Gröba“ im Gröbaer Schlosspark gefeiert. Mit italienischem Flair, kulinarischen Angeboten, Kinderattraktionen und einem Fußballspiel bedankt sich das Stahlunternehmen bei den Anwohnern für die gute Nachbarschaft. Ein Rock-Konzert rundet das Programm ab. Ziel ist es, das Event als festes Stadtteilfest zu etablieren und die regionale Verbundenheit nachhaltig zu stärken.
findet die Aufnahme von FERALPI STAHL in die branchenübergreifende Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen, als erstes sächsisches Unternehmen für besondere Leistungen im Klima- / Umweltschutz und als Vorreiter bei Energieeinsparungen, statt.
wird die erste Konsolidierte Nichtfinanzielle Erklärung auf Freiwilligenbasis veröffentlicht, im Einklang mit der Transparenz und Rechnungslegung.
mit dem symbolischen Spatenstich für das neue Spooler-Walzwerk beginnt eine Ära der nachhaltigen Stahlproduktion. Die Feralpi Group investiert über 220 Mio. Euro aus Eigenmitteln am Standort
in Riesa bis 2026 – die wichtigen Investitionsprojekte umfassen das neue Walzwerk, eine moderne Schrottaufbereitung, ein eigenes Umspannwerk sowie die optimierte Werkslogistik.
erscheint anlässlich dem 30-jährigen Firmenjubiläum ein Film, der die Geschichte von damals bis heute zeigt.
Die Financial Times kürt die Feralpi Group zum zweiten Mal in Folge zum „Europe’s Climate Leader“. Als einziger italienischer Stahlhersteller im Ranking überzeugt das Unternehmen durch eine Reduktion der Kernemissionen um fast 23 Prozent. Diese Strategie wird am Standort Riesa durch eine Großinvestitionen in emissionsfreie Technologien konsequent vorangetrieben.
am Standort Riesa wird der erste Bauabschnitt einer hochmodernen Schrottaufbereitung eingeweiht, um durch optimierte Rohstoffaufbereitung die Produktionseffizienz zu steigern. Die Einhausung der Anlage verbessert den Lärm- und Emissionsschutz. Diese Investition in die Kreislaufwirtschaft ermöglicht eine ressourcenschonendere Stahlerzeugung im Elektrolichtbogenofen und ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Dekarbonisierung am Standort.
die feierliche Verlegung einer Stolperschwelle durch den Künstler Gunter Demnig schafft einen bleibenden Ort des Gedenkens auf dem Werksgelände in Riesa. Die Initiative erinnert an über 1.700 Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs unter menschenunwürdigen Bedingungen litten. Mit diesem Bekenntnis zur historischen Verantwortung setzt das Unternehmen ein starkes Signal für Menschlichkeit, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
mit der Inbetriebnahme seines zweiten Walzwerkes setzt der Standort Riesa neue Maßstäbe für die grüne Stahlproduktion in Deutschland. Das innovative Spooler-Walzwerk vermeidet durch moderne Induktionstechnik direkte CO₂-Emissionen im Scope 1 vollständig. Ein eigenes Umspannwerk wird auf den Weg gebracht und sichert dabei die effiziente Stromversorgung. Dieses technologische Pionierprojekt schafft 100 neue Industriearbeitsplätze und stärkt die sächsische Wirtschaftskraft nachhaltig.