Riesa, 15. Januar 2026 - Bei FERALPI STAHL begann am 23. Dezember 2025 die jährliche Großreparatur im Stahl- und Walzwerk. Mit der Maßnahme über den Jahreswechsel investiert das Unternehmen im Einklang mit seinen Zielen in eine optimierte Anlagenverfügbarkeit, mehr Arbeitssicherheit und Effizienz sowie in eine nachhaltigere Produktion und die weitere Reduzierung von Lärmemission. Der Produktionsstart ist für Ende der Kalenderwoche 3 vorgesehen.
An der Großreparatur beteiligten sich rund 50 Fremdfirmen, darunter zahlreiche regionale Unternehmen. Insgesamt arbeiteten etwa 500 externe Fachkräfte sowie etwa 350 Mitarbeitende von FERALPI STAHL Hand in Hand.
„Die jährliche Großreparatur ist ein zentraler Baustein für die Leistungsfähigkeit und Sicherheit unserer Anlagen“, betont Uwe Reinecke, General Manager von FERALPI STAHL. „Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement und hoher Professionalität zu einem reibungslosen Ablauf beigetragen haben.“
Im Walzwerk A lag der Fokus auf Instandhaltung und Modernisierung zentraler Anlagen. Am Hubherdofen standen Arbeiten am Stahlbau im Mittelpunkt: Trägerelemente wurden ausgetauscht, das Feuerfestmaterial geprüft und teilweise instandgesetzt. Auch an der Walzstraße wurden wichtige Instandsetzungs- und Austauschmaßnahmen durchgeführt.
Ein zentraler Bestandteil der Großreparatur war die Umstellung der Energieversorgung. Die Anlagen wurden auf ein neues, leistungsfähigeres Umspannwerk umgeschaltet, um den künftig steigenden Energiebedarf zuverlässig abzudecken. Das neue Umspannwerk ist mit modernster Technik ausgestattet, darunter eine umweltfreundliche blue GIS-Anlage ohne SF₆. Damit stärkt FERALPI STAHL seine zukunftsfähige Energieinfrastruktur und schafft Leistungsreserven für weitere Investitionen, insbesondere zur Elektrifizierung bislang fossiler Prozesse.
Der Leitstand des Pfannenofens wurde neu gebaut. Im Zuge dessen wurde der Standort verlagert und gezielt in neue Automatisierungstechnik investiert, um die Prozessabläufe weiter zu optimieren. Der neue Leitstand verbessert die ergonomischen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden ebenso wie die Transparenz und Stabilität der Abläufe.
Ein weiterer Schwerpunkt der Großreparatur lag auf Maßnahmen zum aktiven Lärmschutz. Am Eingang zur Schrottannahme (Tor 7) wird eine 13 Meter hohe Einhausung errichtet. Die verkleidete Stahlkonstruktion reduziert die Geräuschentwicklung beim Abkippen von Schrott. Die Einhausung ist eine zusätzliche Maßnahme zur Lärmreduzierung, die das Umfeld für die Nachbarschaft, insbesondere im Bereich des Wohngebietes Gucklitz, spürbar verbessern soll.
Begleitend zur Großreparatur wurden gezielte Schulungen für Mitarbeitende aus dem Stahlwerk sowie aus beiden Walzwerken durchgeführt. Die Qualifizierungsmaßnahmen umfassten unter anderem den Umgang mit Sensorik- und Auswertungssystemen,
Bedienberechtigungen, Brennschneidarbeiten sowie Weiterbildungen zum Walzen von Stabstahl und Draht, überwiegend in Zusammenarbeit mit regionalen Schulungsanbietern.
Der erfolgreiche Ablauf der Großreparatur basiert auf einer intensiven Vorbereitung, die bereits im Juni begann. „Die Vielzahl und Komplexität der Maßnahmen erfordern eine frühzeitige und detaillierte Planung, die wir zentral im Bereich Mechanische Instandhaltung koordinieren“, erklärt Dr. Dirk Breuer, Bereichsleiter Mechanische Instandhaltung bei FERALPI STAHL, der die Großreparatur plant und steuert. „Dass alle Arbeiten planmäßig umgesetzt werden konnten, zeigt die enge und verlässliche Zusammenarbeit aller internen und externen Teams.“
Die Feralpi Group
Die Feralpi Group ist einer der führenden Stahlhersteller Europas (knapp 1,7 Milliarden Euro Umsatz 2024, rund 2.000 direkt Beschäftigte 2024 in sieben Ländern) und auf die Herstellung von Stählen sowohl für den Bausektor als auch für Spezialanwendungen spezialisiert. Die Entwicklung von Feralpi Siderurgica, dem 1968 in Lonato del Garda (Brescia) gegründeten und im Konzern führenden Unternehmen, ermöglichte die Bildung eines internationalen Konzerns mit einer diversifizierten und vertikalisierten Produktions- und Vermarktungskette.
Feralpi möchte nicht nur einer der internationalen Marktführer in der Stahlbranche sein und dabei durch technologische Innovation, Nachhaltigkeit und Talententwicklung Spitzenstandards vorwegnehmen. Das Unternehmen möchte auch die besten Stähle für die Bau- und Maschinenindustrie auf möglichst nachhaltige Weise produzieren, dabei zum wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Gemeinschaften, zur Förderung der Region und zum Wohlbefinden der Arbeitnehmer beitragen und sich für den Übergang zu Entwicklungsmodellen engagieren, die auf eine höhere Inklusion und Effizienz zielen und geringere Umweltauswirkungen mit sich bringen.
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