Das restaurierte Grabmal und eine Replik der Grabplatte würdigen Heinrich Schönberg 

Riesa/Dresden, 11. Juni 2026. Mit zwei Gedenkveranstaltungen in Dresden und Riesa rückt in diesen Tagen das Vermächtnis von Heinrich Schönberg, dem Begründer der Stahlindustrie in Riesa, in den Fokus der Öffentlichkeit. Nach der Einweihung des restaurierten Grabmals auf dem Inneren Neustädter Friedhof in Dresden am 8. Juni wurde am 11. Juni auf dem Werksgelände von FERALPI STAHL eine originalgetreue Replik der gusseisernen Grabplatte enthüllt. Beide Projekte konnten dank vieler regionaler Partner und Unterstützer realisiert werden. 

Ein Pionier der Industrialisierung 
Vor mehr als 180 Jahren legte ein junger, visionärer Ingenieur namens Heinrich Schönberg den Grundstein für die industrielle Entwicklung Riesas. Ohne seinen Mut und seine Weitsicht wäre die industrielle Identität der Stadt heute eine völlig andere. Über Jahrzehnte war die historische Grabstätte Schönbergs auf dem Inneren Neustädter Friedhof in Dresden jedoch in Vergessenheit geraten und verfiel. Erst das Engagement des Riesaer Heimatforschers Gunter Spies führte 2020 zur Wiederentdeckung des Grabes. Dank zahlreicher weiterer Unterstützer wie der Stadt Riesa, Sparkasse Meißen, Riesaer Museumsverein, FERALPI STAHL und vielen Bürgern konnte das historische Grabmal mit Spendengeldern restauriert werden. Am Montag, dem 8. Juni, wurde das Grabmal im Rahmen einer feierlichen und würdevollen Gedenkveranstaltung auf dem Inneren Neustädter Friedhof in Dresden offiziell eingeweiht. 

„Heinrich Schönberg hat den Stahl nach Riesa gebracht und der Stadt sowie der Region Identität und Wohlstand gegeben. Es war uns eine Herzensangelegenheit und Pflicht zugleich, dieses Fundament zu sichern. Ein großer Dank gilt Herrn Gunter Spies und allen Partnern dieser großartigen Allianz, die dieses Projekt ermöglicht haben.“ Uwe Reinecke, General Manager FERALPI STAHL 

 

Symbolische Heimkehr nach Riesa 
Die Würdigung Heinrich Schönbergs fand am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, in Riesa ihre Fortsetzung. Mit der Enthüllung einer Replik der historischen Grabplatte kehrte die Erinnerung an den Stahlpionier symbolisch an den Ort zurück, an dem die Geschichte der Riesaer Stahlindustrie begann. Um Schönbergs Lebenswerk dauerhaft zu ehren, konnte mithilfe von Spendengeldern eine Replik der gusseisernen Grabplatte angefertigt werden, die auf dem Werksgelände von FERALPI STAHL ihren dauerhaften Platz gefunden hat. 

Was Schönberg und die Familie Pasini verbindet 
Die Geschichte von Heinrich Schönberg weist viele Parallelen zur Geschichte der italienischen Eigentümerfamilie Pasini auf. Mehr als ein Jahrhundert nach Schönberg traf Carlo Pasini, der Vater des heutigen Präsidenten der Feralpi Group, Giuseppe Pasini, eine vergleichbare visionäre Entscheidung: Er beschloss, den ersten Industriestandort der Feralpi Group fernab des Valle Sabbia – dem damaligen Zentrum der Stahlindustrie von Brescia – im strategisch günstig gelegenen Lonato del Garda zu errichten. Der heutige internationale Erfolg der Gruppe beweist, dass diese Weitsicht der Schlüssel zur Zukunft war. 

„Im Jahr 1843 hatte Heinrich Schönberg die revolutionäre Idee, die Stahlindustrie von den Rohstoffvorkommen zu entkoppeln und stattdessen auf die großen Verkehrswege zu setzen. Es ist dieselbe visionäre DNA, die Carlo Pasini, den Gründer der Feralpi Group, leitete, als er sich entschied, das Stahlwerk in Lonato del Garda zu errichten, also außerhalb der traditionellen Industriegebiete, und dabei der Logistik den Vorrang gab. Heute verschmelzen unsere Wege zu einer einzigen großen transnationalen Geschichte, die Italien und Deutschland verbindet“, betont Giuseppe Pasini, Präsident der Feralpi Group und erklärt weiter: „Aber ein Unternehmen lebt nicht isoliert: Es wächst nur, wenn es gemeinsam mit seiner Region und im Einklang mit ihr voranschreitet. Deshalb bekräftigen wir unsere Entscheidung, in Riesa verwurzelt zu bleiben.“ 

 

Die Feralpi Group
Die Feralpi Group ist einer der führenden Stahlhersteller Europas (knapp 1,7 Milliarden Euro Umsatz 2024, rund 2.000 direkt Beschäftigte 2024 in sieben Ländern) und auf die Herstellung von Stählen sowohl für den Bausektor als auch für Spezialanwendungen spezialisiert. Die Entwicklung von Feralpi Siderurgica, dem 1968 in Lonato del Garda (Brescia) gegründeten und im Konzern führenden Unternehmen, ermöglichte die Bildung eines internationalen Konzerns mit einer diversifizierten und vertikalisierten Produktions- und Vermarktungskette.

Feralpi möchte nicht nur einer der internationalen Marktführer in der Stahlbranche sein und dabei durch technologische Innovation, Nachhaltigkeit und Talententwicklung Spitzenstandards vorwegnehmen. Das Unternehmen möchte auch die besten Stähle für die Bau- und Maschinenindustrie auf möglichst nachhaltige Weise produzieren, dabei zum wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Gemeinschaften, zur Förderung der Region und zum Wohlbefinden der Arbeitnehmer beitragen und sich für den Übergang zu Entwicklungsmodellen engagieren, die auf eine höhere Inklusion und Effizienz zielen und geringere Umweltauswirkungen mit sich bringen.

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