Riesa, 10. Juli 2026. FERALPI STAHL arbeitet gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Riesa daran, mehr Frauen für Berufe in der Stahlproduktion zu gewinnen. Im Rahmen dieser Kooperation sollen noch in diesem Jahr fünf neue Mitarbeiterinnen für den gewerblichen Bereich im Werk in Riesa gewonnen werden. Erste Erfolge gibt es bereits: Nach einem gemeinsamen Bewerberinnentag verstärkt eine Teilnehmerin seit Mai 2026 das Unternehmen als Bagger- und Schrottkranfahrerin.
Arbeitsplätze auf dem Prüfstand
Um den Einstieg für Frauen so optimal wie möglich zu gestalten, ging dem Projekt eine intensive Analyse voraus. Auf Basis von Gefährdungsbeurteilungen und Erkenntnissen aus umfassenden Arbeitsplatzbegehungen wurde ermittelt, welche Bereiche sich besonders gut für den Quereinstieg eignen. Dabei schaute das Projektteam genau hin: Neben den physischen Bedingungen wurden in den Abteilungen auch Teamdynamiken, potenzielle Vorurteile und spezifische Arbeitsweisen analysiert. Das Ergebnis ist eine detaillierte Übersicht, die gezielt dabei hilft, die passenden Bewerberinnen für die jeweiligen Arbeitsplätze zu finden.
Bewerberinnentag bringt erste Erfolge
Ein erster Meilenstein der Kooperation war ein gemeinsam organisierter Bewerberinnentag im Werk. Die Agentur für Arbeit Riesa traf dafür im Vorfeld eine qualifizierte Vorauswahl an interessierten Frauen. Statt einer klassischen Werksführung erwartete die Teilnehmerinnen ein praxisnaher Einblick direkt in die potenziellen Arbeitsbereiche. Beim anschließenden Networking konnten die Frauen direkt mit den Führungskräften von FERALPI STAHL in Kontakt treten, Fragen stellen und sich ein realistisches Bild vom Arbeitsalltag im Stahlwerk machen. Im Anschluss absolvierten drei Frauen ein Probearbeiten, eine Teilnehmerin konnte anschließend eingestellt werden.
Kai Holzmüller, Personaldirektor bei FERALPI STAHL, betont die Bedeutung des Projekts: „Der demografische Wandel stellt den Arbeitsmarkt in unserer Region vor große Herausforderungen. Mehr Frauen für Berufe in der Stahlindustrie zu begeistern, ist deshalb nicht nur eine Frage der Chancengleichheit, sondern ein wichtiger Baustein für die Zukunft unseres Standorts in Riesa.“
Uwe Reinecke, General Manager von FERALPI STAHL, ergänzt: „Viele Menschen verbinden Stahl noch immer mit einem klassischen Männerberuf. Dabei kommt es in modernen Produktionsberufen längst nicht mehr auf Muskelkraft an, sondern vor allem auf technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit. Mit dem ‚Magnolia-Programm‘ und starken Partnern wie der Riesaer Arbeitsagentur schaffen wir die nötigen Rahmenbedingungen, um Vorurteile abzubauen und Frauen langfristig für die Arbeit im Stahlwerk zu begeistern.“
Auch von Seiten der Arbeitsagentur wird das Projekt als Vorzeigemodell für gelungene Arbeitsmarktintegration und Frauenförderung in vermeintlichen Männerdomänen gesehen.
Thomas Stamm, Vorsitzender der Geschäftsführung, erklärt: „Wir blicken auf eine langjährige sowie erfolgreiche Zusammenarbeit mit FERLAPI STAHL zurück und unser Arbeitgeber-Service unterstützt das Unternehmen bei der Deckung des Arbeits- und Fachkräftebedarfes. Ein weiterer Meilenstein unserer Zusammenarbeit ist das Projekt „Frauen im Stahl“, bei dem unsere Vermittlungsbereiche sowie unsere Beauftragte für Chancengleichheit eng zusammenarbeiteten, um geeignete Arbeitsuchende für technische Berufe zu finden. Sie hat nicht nur dazu beigetragen, den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften zu decken, sondern auch dazu, dass mehr Frauen eine Karriere in technischen Berufsfeldern wie dem Stahlsektor in Betracht ziehen. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit in Zukunft fortzusetzen und weiter auszubauen. Gleichzeitig soll dieses Projekt auch andere Unternehmen ermuntern, neue Wege bei der Personalgewinnung mit uns zu gehen.“
Frauen im Stahl – ein Ziel der Feralpi Group
Die Kooperation mit der Agentur für Arbeit Riesa ist Teil des konzernweiten Magnolia-Programms der italienischen Feralpi Group. Mit der Initiative verfolgt das Unternehmen das Ziel, mehr Frauen für technische und gewerbliche Berufe zu begeistern und ihnen den Einstieg in die traditionell männerdominierte Stahlindustrie zu erleichtern. Im Rahmen des Programms erhalten Interessentinnen praxisnahe Einblicke in moderne Berufsbilder und lernen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Stahlwerk kennen.
Mit dem Magnolia-Programm setzt die Feralpi Group ihre konzernweite Strategie für Diversity, Equity & Inclusion (DEI) um. Ziel ist es, Chancengleichheit zu fördern und Geschlechter-stereotype abzubauen. Mit Erfolg: So arbeiten heute schon 13 Frauen im gewerblichen Bereich des Werkes in Riesa, eine Zahl, die das Unternehmen noch weiter erhöhen möchte.
Nach dem erfolgreichen Auftakt mit der Agentur für Arbeit Riesa wird die Initiative nun fortgesetzt. Ziel sind insgesamt fünf Neueinstellungen im Jahr 2026. Um weiteren Frauen die Karrierechancen in der Stahlindustrie aufzuzeigen, ist bereits die nächste gemeinsame Informationsveranstaltung für September geplant.
Die Feralpi Group
Die Feralpi Group ist einer der führenden Stahlhersteller Europas (knapp 1,7 Milliarden Euro Umsatz 2024, rund 2.000 direkt Beschäftigte 2024 in sieben Ländern) und auf die Herstellung von Stählen sowohl für den Bausektor als auch für Spezialanwendungen spezialisiert. Die Entwicklung von Feralpi Siderurgica, dem 1968 in Lonato del Garda (Brescia) gegründeten und im Konzern führenden Unternehmen, ermöglichte die Bildung eines internationalen Konzerns mit einer diversifizierten und vertikalisierten Produktions- und Vermarktungskette.
Feralpi möchte nicht nur einer der internationalen Marktführer in der Stahlbranche sein und dabei durch technologische Innovation, Nachhaltigkeit und Talententwicklung Spitzenstandards vorwegnehmen. Das Unternehmen möchte auch die besten Stähle für die Bau- und Maschinenindustrie auf möglichst nachhaltige Weise produzieren, dabei zum wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Gemeinschaften, zur Förderung der Region und zum Wohlbefinden der Arbeitnehmer beitragen und sich für den Übergang zu Entwicklungsmodellen engagieren, die auf eine höhere Inklusion und Effizienz zielen und geringere Umweltauswirkungen mit sich bringen.
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